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Türsteher werden – Das steckt hinter der Arbeit an der Tür

In Clubs ist der Türsteher ebenso unverzichtbar wie bei Events. Wann immer mehrere Menschen zusammentreffen, sorgt er für einen konflikt- und gewaltfreien Ablauf. Mit der Ausbildung zur Fachkraft für Sicherheit und Objektschutz stehen einem vielfältige Einsatzgebiete offen. Wir informieren umfassend über den Beruf und zeigen unter anderem, welche Grundvoraussetzungen erfüllt werden sollten.

Jeder kennt das typische Bild eines Türstehers: Mit breitem Kreuz, in schickem Anzug und mit verschränkten Armen steht er vor dem Eingang von Clubs und entscheidet, wer reindarf und wer nicht. Dass ein Türsteher aber weitaus mehr macht, als Leute danach zu beurteilen, ob sie zum Stil des Clubs passen, wissen die wenigsten.

Türsteher benötigen eine Ausbildung bzw. eine Prüfung

Um als Türsteher arbeiten zu können, muss man die Sachkundeprüfung 34a ablegen. Einziges Schlupfloch ist, wenn man nicht von einer Wachschutzfirma gestellt wird, sondern direkt vom Club angestellt ist. Eine entsprechende Ausbildung lohnt sich trotzdem, stehen einem als Fachkraft im Objektschutz und Sicherheitsdienst doch weitaus bessere Beschäftigungsmöglichkeiten offen.

Das sind die Aufgaben eines Sicherheitsmitarbeiters

Man kann auf direktem Weg oder über einen kleinen Umweg den Job des Objekt- und Personenschützers erlernen. Wer nach dem Schulabschluss weiß, dass er in der Security arbeiten möchte, kann sich für eine Ausbildung zur Fachkraft für Schutz und Sicherheit entscheiden.

Die Security Ausbildung mit einer bezahlten Weiterbildung ist eine gern genutzte Alternative. Sie ermöglicht es auch Quereinsteigern, sich entsprechend zu qualifizieren und von sehr guten Jobperspektiven zu profitieren.

Aber was macht man eigentlich als Sicherheitsmitarbeiter?

Fachkräfte für Schutz und Sicherheit sind für die Bewachung und den Schutz von Personen, Objekten und Werten zuständig. Dank fundierter Ausbildung werden sie darauf vorbereitet, Gefährdungspotenziale objektiv einzuschätzen und richtig zu handeln. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Fähigkeit der Deeskalation.

Insbesondere bei Partys wie der Pimp Mottoparty können Situationen nicht zuletzt durch Alkoholkonsum schnell hochkochen. Indem er eine solche mögliche Entwicklung bereits im Vorfeld erkennt, kann die Security-Fachkraft Gefahren abwenden.Das genaue Tätigkeitsfeld der Fachkraft für Schutz und Sicherheit hängt natürlich davon ab, wo man arbeitet.

Schutz von Anlagen und Objekten

Wer für den Schutz von Anlagen, Gebäuden und Objekten zuständig ist, führt regelmäßige Kontrollgänge durch. Dabei wird zum Beispiel die Funktionstüchtigkeit installierter Geräte und Schutzmaßnahmen überprüft. Außerdem kann das Geschehen in Alarmzentralen über spezielle Monitore verfolgt werden.

Sofern sich eine Gefahrensituation (wie etwa ein Einbruch) ergibt, verständigt der Security Mitarbeiter die Polizei oder Feuerwehr. Bis zu deren Eintreffen ist er für die Sicherung des Tatorts zuständig. Sobald Rettungskräfte am Einsatzort eintreffen, zeigt ihnen der Sicherheitsmitarbeiter den schnellsten Weg und hält den Rettungsweg frei.

Sicherheit bei Events gewährleisten:

Ob auf Konzerten, Kongressen oder Messen – Fachkräfte für Schutz und Sicherheit sind bei Großveranstaltungen unverzichtbar. Sie sind dafür zuständig, dass alle Sicherheitsvorkehrungen eingehalten werden. Es gehört also zu ihren Aufgaben, zu überprüfen, ob es genügend Notausgänge gibt und ob die Fluchtwege richtig gekennzeichnet sind.

Beim Einlass von Personenüberprüfen sie, ob diese gefährliche Gegenstände dabei haben. Zur Vermeidung eines Verkehrschaos kann man auch für die Überprüfung und Einweisung von Fahrzeugen eingesetzt werden. Ebenso wichtig ist die Überwachung des Geländes, wobei der Sicherheitsmitarbeiter für Fragen von Besuchern zur Verfügung steht, bei Konflikten streitschlichtend wirkt oder gewalttätige Besucher im Ernstfall an die Polizei übergibt.

 

Schutz von Werttransporten

Sicherheitsfachkräfte können auch für den Schutz beim Transport von Waren mit hohem Wert zuständig sein. In diesem Fall sitzen sie hinter dem Steuer entsprechender Fahrzeuge oder treten als Begleitung auf. Während der Arbeit stellen sie außerdem sicher, dass das Transportfahrzeug fahrtüchtig ist.

Personenschutz für Menschen in der Öffentlichkeit

Viele Menschen sind auf den Schutz von Fachkräften für Schutz und Sicherheit angewiesen. Möchte man im Personenschutz arbeiten, ist man dafür zuständig, Politiker oder Prominente vor Schaulustigen zu schützen und mögliche Gefahren von ihnen abzuwenden. Hierbei liegt ein besonderer Aspekt auch auf Nahkampftechniken, mit denen gewaltbereite Personen abgewehrt werden können.

Diese Voraussetzungen muss man für den Job erfüllen

Bevor an eine Aus- oder Weiterbildung zur Fachkraft für Schutz und Sicherheit gedacht werden kann, müssen einige Rahmenbedingungen gegeben sein. Im Bewachungsgewerbe ist eine saubereSchufa ebenso empfehlenswert wie ein einwandfreies polizeiliches Führungszeugnis. Daneben gelten eine psychische sowie physische Stabilität als Grundvoraussetzung.

Weil es in der Security-Branche oftmals unregelmäßige Arbeitszeiten gibt, kann es auch vorkommen, dass man neben Wochentagen an Wochenenden, Sonntagen und Feiertagen rund um die Uhr arbeiten muss.Viele Arbeitgeber legen zudem Wert auf einen Führerschein, so dass die Mobilität ihres Mitarbeiters gewährleistet ist.

Für die Arbeit in der Sicherheitsbranche gilt ein Mindestalter von 18 Jahren. Weiterhin muss der Nachweis erbracht werden, dass man der deutschen Sprache ebenso mächtig ist wie einer anderen häufig verwendeten Fremdsprache. Je nachdem, in welchem Bereich man nach der Ausbildung arbeiten möchte, kann körperliche Fitness nicht schaden

Wie wird man Security-Mitarbeiter?

sicherheitsmann

Die Ausbildung zur Fachkraft für Schutz und Sicherheit dauert in der Regel drei Jahre. In dieser Zeit findet die Ausbildung parallel an der Berufsschule und im Ausbildungsbetrieb statt. Zum Ende des zweiten Ausbildungsjahres muss der erste Teil der schriftlichen Abschlussprüfung abgelegt werden.

Der zweite Teil folgt dann im dritten Ausbildungsjahr und wird um eine mündliche Prüfung ergänzt. Die Ausbildungsthemen an der Berufsschule sind sehr vielfältig und reichen von Sicherheitsmaßnahmen zur präventiven Gefahrenabwehr über die Beachtung von Schutz- und Sicherheitsvorschriften bis hin zur Steuerung von Geschäftsprozessen.

Während der praktischen Ausbildung im Betrieb kommt man mit allen für den Sicherheitsdienst relevanten Rechtsgrundlagen in Kontakt. Darüber hinaus lernt man, wie man angemessen kommuniziert und wie man sich bei Schutz- und Sicherheitsmaßnahmen verhalten sollte.

Um die Auszubildenden auf verschiedene Einsatzbereiche vorzubereiten, steht auch das Kennenlernen unterschiedlicher sicherheitstechnischer Einrichtungen auf dem Lehrplan. Im zweiten Ausbildungsjahr im Betrieb liegt der Fokus auf dem Thema Gefahrenabwehr, wobei die Azubis auch einen Einblick in die Waffenkunde bekommen. Das letzte Ausbildungsjahr widmet sich der Planung und Organisation von Sicherheitsdienstleistungen.

Karrierechancen in der Sicherheitsbranche

Mit dem Abschluss der Fachkraft für Schutz und Sicherheit gibt es einige Möglichkeiten, den Karrierepfad zu beschreiten. Nachfolgend ein paar Beispiele:

  • Einjährige Qualifizierung zum Meister für Schutz und Sicherheit
  • Bachelor-Studium Sicherheitsmanagement mit dem Abschluss „Bachelor of Arts“ oder „Bachelor of Science“
  • Bachelor-Studium Sicherheitstechnik mit dem Abschluss „Bachelor of Engineering“
  • „Bachelor of Science“

Oftmals werden solche Fort- und Weiterbildungen von staatlicher Seite aus gefördert. Nähere Informationen zur Förderung von Weiterbildungen gibt es direkt bei der Agentur für Arbeit.