Brille liegt auf einem Buch

Im Alltag eines Brillenträgers bleibt es nicht aus, dass immer wieder unschöne Fingerabdrücke die Brillengläser zieren, sich Schlieren auf der Oberfläche bilden oder sich entlang des Gestells Schmutz und Staub ansammeln.

Deshalb ist es teilweise mehrmals am Tag notwendig, die Brille zu säubern. Dafür werden heute meist feuchte Einmalputztücher verwendet, die in Großpackungen erhältlich sind.

Brillenputztuch waschen und pflegen

Allerdings sind diese Wegwerftücher aus alkoholgetränktem Papier nicht nur vergleichsweise teuer und im Hinblick auf den Umweltschutz problematisch, sondern sie können unter bestimmten Umständen sogar die Brille beschädigen. Aus diesen Gründen ist es sehr viel sinnvoller, ein wiederverwendbares Brillenputztuch zu benutzen und dieses regelmäßig zu waschen, so dass es immer wieder für Sauberkeit sorgen kann.

Die Experten von Brillenfassungen.org haben bei sich einige hilfreiche  Tipps zum richtigen Reinigen der Brille veröffentlicht, die als Inspiration gedient haben.

Moderne Brillenputztücher aus Mikrofaser

Während früher der Einfachheit halber meist ein Taschentuch oder ein kleiner Stofflappen mit Werbeaufdruck des Optikers zum Einsatz kam, wenn die Brillengläser gereinigt werden mussten, sind heute die meisten wiederverwendbaren Putztücher aus Mikrofaser hergestellt. Der besondere Vorteil von Mikrofasern ist, dass sie äußerst saugstark sind.

  • Das Material kann dank besonders durchlässiger Fasern sehr viel Wasser aufnehmen, ohne dass es sich feucht anfühlt.
  • Ähnlich schnell wird das Wasser beim Trocknen wieder an die Umgebungsluft abgegeben, so dass das Tuch nach dem Verwenden oder Waschen schon bald wieder einsatzbereit ist.
  • Außerdem kann die Oberfläche von Mikrofasertüchern Schmutzpartikel effektiv aufnehmen, so dass im Alltag meist keine zusätzlichen Reinigungsmittel notwendig sind.
  • Ein positiver Nebeneffekt davon ist, dass so beim Putzen keine Schlieren und Streifen entstehen.
  • Damit das Mikrofasertuch so leistungsfähig bleibt, ist es notwendig, das Brillenputztuch regelmäßig zu waschen.

Es kann auf auch problemlos und ohne größeren Zeitaufwand von Hand gewaschen werden. Dafür kann ein mildes Waschmittel benutzt werden; auf die Verwendung von Weichspüler sollte aber unbedingt verzichtet werden.

Denn Weichspüler verklebt die feinen Fasern des Materials, so dass die Eigenschaften, die es auszeichnen, zunichte gemacht werden. Am einfachsten lässt sich das Brillenputztuch im Schonwaschgang der Waschmaschine reinigen, wobei auf eine möglichst niedrige Temperatur geachtet werden sollte.

Falls das Brillenputztuch Flecken aufweist, kann die entsprechende Stelle angefeuchtet und direkt mit milder Seife behandelt werden. Anschließend sollte die Seife vorsichtig ausgespült werden.

Dabei sollte aber nicht gerubbelt oder der Stoff gar mit einer Wäschebürste behandelt werden, da er recht empfindlich ist. Nach dem Waschen kann das Mikrofaser-Putztuch ganz einfach an der Luft getrocknet werden. Bügeln ist in der Regel überflüssig. Falls das Tuch in Ausnahmefällen doch gebügelt werden muss, genügt die niedrigste Temperaturstufe.

Brille richtig putzen

braunes Mikrofasertuch

Nicht nur die Brillenputztücher haben sich in den letzten Jahren grundlegend geändert. Auch die Gläser der Brille sind inzwischen sehr viel mehr als einfach nur zurechtgeschliffenes Glas. Heute ist ein Brillenglas meist aus mehreren Schichten aufgebaut. Auf dem Grundglas liegt eine Härtungsschicht, die für die notwendige Stabilität sorgt, und darüber befindet sich beispielsweise eine Entspiegelungsschicht und abschließend eine Schutzschicht.

Wenn eine Brille unsachgemäß geputzt wird, kann es leicht passieren, dass es zu Kratzern in diesen Oberflächenschichten kommt, die nicht behoben werden können. Dies sieht nicht nur für Außenstehende unschön aus, sondern kann auch die Sicht des Brillenträgers beeinträchtigen, da durch die Kratzer das Licht gestreut wird.

Einwegputztücher sind beim Brille putzen nicht nur deswegen problematisch, weil das Papier, aus dem sie hergestellt werden, Kratzer verursachen kann. Der Alkohol, mit dem die Tücher getränkt sind, greift überdies auch die verschiedenen Oberflächenschichten des Brillenglases direkt an. Dies gilt sowohl für Echtglas als auch für Kunststoffgläser. Selbst Brillenfassungen können durch den Alkohol Schaden nehmen, insbesondere dann, wenn sie aus Naturmaterialien bestehen.

Tricks bei stärkeren Verschmutzungen

Wenn die Brille so verschmutzt ist, dass die herkömmliche Reinigung mit einem Mikrofasertuch nicht mehr ausreicht, kann sie unter laufendem Wasser gewaschen werden. Falls sehr viel Fettschmutz sichtbar ist, kann dabei jeweils ein Tropfen Geschirrspülmittel auf jedes Glas gegeben und behutsam mit den (sauberen) Fingern verrieben werden. Dabei sollten auch die Bereiche, in denen die Brillenfassung und das Glas aufeinander stoßen, nicht ausgelassen werden, da sich hier häufig Schmutzpartikel ansammeln.

Nach dem endgültigen Abspülen sollte die Brille mit einem Mikrofasertuch abgerieben werden, um unschöne Wasserflecken zu vermeiden. Ein Mikrofaser-Brillentuch nimmt die Flüssigkeit fast von alleine auf, und es genügt, die Brille damit sanft zwischen Daumen und Zeigefinger zu reiben. Auch dadurch können Beschädigungen vermieden werden.

Falls die Brille im ersten Durchgang nicht ausreichend sauber geworden ist, kann der Vorgang einfach wiederholt werden, bis die Brille wieder strahlend sauber ist. Heißes Wasser und zu festes Drücken sind dagegen nicht erlaubt, da darunter die Gläser leiden könnten. Falls die Brille derart hartnäckige Verschmutzungen hat, dass sich diese nicht entfernen lassen, ist eine Ultraschall-Brillenreinigung beim Optiker sinnvoll.


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