Es begab sich zum Vormittag des 18. Juli, da machte sich ein kleines Grüppchen Verrückter Pirmasenser auf um das Amphi Festival zu erobern.
Nachdem erste kleinere Schicksalsschläge wie "Verdammt, das Auto ist kaputt!" oder der Mangel an Navis verkraftet waren, ging es dann auch irgendwann los. Nach ungefähr drei Stunden Fahrtzeit war man dann auch am Ziel angekommen und machte sich erstmal auf Köln zu erkunden und abends die Essigfabrik als Einstimmung unsicher zu machen, was am nächsten Tag zu dezentem Dumpfschädel des einen oder anderen führen sollte. Doch von so etwas lässt man sich ja bekanntermaßen nicht aufhalten, und so wurde samstags planmäßig gegen 12.00 Uhr das Festivalgelände gestürmt und die Location besichtigt.
Die Vorführung des Welle:Erdball-Films "Operation Zeitsturm" hatten wir leider verpasst, es wird jedoch gemunkelt, dass er trotz des frühen Beginns gut besucht war und dass er gut ankam.
Durch Bummelei auf dem Gelände kann von meiner Seite aus bezüglich der eigentlich von mir geplanten Besuche der Auftritte von Mina Harker, Cinderella Effect und Zeromancer nur wiedergeben, was Bekannte und Freunde berichteten. So wird gemunkelt, dass Mina Harker zwar musikalisch einen gewohnt guten Auftritt hingelegt haben, wenn auch vergleichsweise gesangsschwach. Dennoch werden Mina Harker insgesamt unisono in Punkto Stimmung als guter Opener gelobt - und darauf kommt es schließlich an.
Cinderella Effect, die als nächstes auf meiner Wunschliste standen, wurden schon bereits vor ihrem Auftritt von zahlreichen Fans erwartet – was nicht zuletzt am Ruf der Frontfrau Constance Rudert liegen dürfe, die Eingeweihten bereits von Blutengel ein Begriff sein sollte.
Ihre Interpretationen von Hits wie "Summer Wine" (nicht auf der CD enthalten und somit eine echte Überraschung), "Timekiller" oder "Zombie" rissen die Menge sofort in den Bann und erzeugten bei mehr als nur ein paar Leuten wohlige Gänsehaut.
Und eben noch von C.E. gecovert, standen als nächstes Zeromancer auf den Programm - ein Auftritt der beweist, dass Zeromancer es sich durchaus verdient haben auf der Mainstage zu spielen, statt wie letztes Jahr auf der Theaterstage.
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Nun war es aber endlich an der Zeit, auch bildertechnisch in Aktion zu treten und zu Welle:Erdball zu pilgern, wo sich nach und nach ein gewaltiger Publikumsandrang entwickelte; Welle:Erdball hatten das Publikum mit ihrer gewohnten dynamischen, lockeren und sympathischen Art von vornherein im Griff und Hits wie "Wir wollen keine Menschen sein“ oder "Ich bin aus Plastik“ taten ihr übriges. Auch die Bühnenshow an sich war wie üblich ungewöhnlich und sehenswert – so wurde während dem Auftritt eine Leinwand, die hinter den Künstlern aufgespannt war, per Sprühdose mit einem Graffiti verziert. Besonders der männliche Teil der Besucherschaft erfreute sich hingegen an dem Moment, in dem Plastique ihr Oberteil öffnete - wenn auch nur zwei Lollies zum Vorschein kamen die dann in die Menge befördert wurden. Alles in allem kann man Welle:Erdball ganz klar zu einem der Highlights des ersten Tags zählen.
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