Laut einem Bericht der Zeitung "Deutsche Polizei" vom Oktober 2006 ergab eine Umfrage der australischen "National Coalition Against Bullying", dass von 13.000 befragten Mädchen 42 Prozent schon einmal Opfer von Cyber-Mobbing geworden waren. Genau in diesem Jahr ging auch eine Tragödie aus den USA um die Welt. Die 13-jährige Megan Meier aus Missouri wurde von der 49-jährigen Mutter einer Schulfreundin über das Internet gequält, schikaniert, erniedrigt und beleidigt.
Die Täterin, Lori Drew, muss sich nun vor Gericht verantworten. In der Anklageschrift heißt es, Drew habe unter dem Namen "Josh Evans" ein Konto bei einer bekannten Community-Plattform angelegt, sich als jugendlicher Verehrer von Megan ausgegeben und ihr im Laufe der Zeit immer bösartigere Nachrichten geschickt. Am Ende beging das Mädchen Selbstmord und erhängte sich mit einem Gürtel im Kleiderschrank. Megan war sowieso schon ein Mädchen voller Komplexe. Sie war verunsichert wegen ihres Übergewichtes, litt unter Depressionen und war deswegen auch schon in psychischer Behandlung. Den Eintrag "Die Welt wäre ein besserer Ort ohne Dich", den "Josh" ihr als letztes hinterlassen hatte, zerstörte das letzte Fünkchen Selbstvertrauen in Megans Seele.
- Links zum Thema
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- Zu unserem Artikel "Wenn Angst den Schulweg begleitet: Mobbing im Klassensaal"
- Du bist ein Opfer von Mobbing? Hier findest Du Hilfe
- Zu unserem Artikel "Mobbingopfer Lehrer - Kennt das Netz Grenzen?"
- Auch hier gibt es Hilfe und gute Tipps wie man sich als Opfer verhalten sollte
- Die GEW Sachsen-Anhalt stellt eine Studie zum Thema vor
Direktes und Indirektes Cyber-Mobbing
Mobbing kann in schlimmen Fällen ernstzunehmende psychische und körperliche Schäden verursachen. Neben dem Verlust des Selbstwertgefühles können auch Angst- und Erschöpfungszustände sowie anhaltende Depressionen die Folge sein. Gerade im Internet werden immer mehr User einfach so per Gästebucheintrag oder privater Nachricht beleidigt. Man kann zwei verschiedene Arten des Cyber-Mobbings unterscheiden, das direkte und das indirekte Cyber-Mobbing. Beim direkten Cyber-Mobbing kennt man den Absender. Oft sind es Leute, die einen auch bereits im realen Leben beschimpfen und schikanieren.
Beim indirekten Cyber-Mobbing gibt der Täter seine Identität nicht Preis. Das Opfer kann sich kaum wehren, da selbst ein Setzen auf die Ignoreliste meist keine Besserung bringt. Die Täter finden immer wieder einen Weg, ihr Opfer zu drangsalieren.
Schweigen ist keine Lösung
Wenn Ihr im Internet gemobbt werdet, müsst Ihr es unbedingt einer Person Eures Vertrauens anvertrauen. Oberstes Gebot ist auch, die erhaltenen Nachrichten niemals zu löschen, sondern zu speichern und direkt an die zuständigen Administratoren der Internetplattform weiterzuleiten. Bei den Messengern habt Ihr die Möglichkeit, die beleidigenden Nachrichten als Chatlogs zu speichern. Wichtig ist es natürlich immer, dabei die Namen der Verantwortlichen zu nennen. Wenn Ihr E-Mails mit eindeutigen Inhalten bekommt, speichert diese am besten auf Eurer Festplatte, damit Ihr gegen den Täter etwas in der Hand habt, falls es zu einer Anzeige kommt.
Wenn Ihr einmal solche E-Mails oder Nachrichten erhaltet, antwortet am besten nicht darauf, denn so sieht der Täter, dass er Euch in der Hand hat und fühlt sich dadurch bestätigt.




















































gibt einem doch die beste möglichkeit zum mobbing/gemobbt werden.













